Zbyněk Kindschi Garský

Ich wurde 1970 in Böhmen (CZ) geboren und nach der Matura in Prag im Mai 1989 studierte ich von 1989–1994 Theologie an der Hussitisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Während des Studiums arbeitete ich als Mathematiklehrer an der Grundschule Černošice und seit 1994 war ich als freier Mitarbeiter der Firma 5D-Software am Projekt der mehrsprachigen elektronischen Bibel Biblia Sacra tätig. Die Examen folgten im September 1992 (Bc.) mit der Bakkalaureatsarbeit über Das Nasiräertum im Alten Testament(AT) und im Juni 1994 (Mgr.) mit der Magisterarbeit mit dem Titel Die Perikope über die Verklärung des Herrn in der Exegese der christlichen Kirchen(NT).

Danach arbeitete ich von 1994 bis 1998 als Assistent des Bürgermeisters und Senators des Stadtbezirks Prag 4 und seit 1996 als Lehrbeauftragter für das Neue Testament am Institut für Ökumenische Studien bei der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. In den Jahren 2001–2003 war ich als Mitarbeiter des Collegium Carolinum in München am Biographischen Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder tätig. Im Februar 2002 wurde ich in Votice (CZ) zum Priester der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche geweiht und bin seitdem als Geistlicher bei der Diözese Prag tätig.

Mit meinem Promotionsstudium begann ich im akademischen Jahr 1998/99 an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) bei Prof. Dr. Hans-Josef Klauck (Katholisch-Theologische Fakultät der LMU) und Prof. Dr. Alexander J. M. Wedderburn (Evangelisch-Theologische Fakultät der LMU) und in meiner Doktorarbeit mit dem Titel Das Wirken Jesu in Galiläa bei Johannes habe ich mich mit der Analyse der intertextuellen Bezüge des Johannesevangeliums zu den Synoptikern und der poetischen Funktion der Intertextualität befasst. Im Frühjahr 2010 habe ich zusammen mit Prof. Dr. Jörg Frey an die Universität Zürich gewechselt und war Doktorand an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich (UZH), wo ich im Jahr 2012 aufgrund der Dissertation Das Wirken Jesu in Galiläa bei Johannes. Eine strukturale Analyse des vierten Evangeliums mit den Synoptikern (NT) zum Doktor der Theologie (Dr. theol.) promoviert wurde. In den Jahren 2007–2010 war ich als Forscher am Department of Biblical Studies der Universität Helsinki tätig, zuerst im Rahmen der CIMO Fellowship und später dank der Unterstützung der Finnish Academy of Science and Letters. Im Wintersemester 2010/11 war ich als Assistent an der Hussitisch-Theologischen Fakultät der Karls-Universität in Prag tätig.

Im Januar 2012 bin ich in die Schweiz umgezogen und bin seitdem an der Theologischen Fakultät der Universität Bern tätig: zuerst als Assistent von Prof. Dr. Rainer Hirsch-Luipold (2012–2014) und als  wissenschaftlicher Mitarbeiter im SNF-Projekt «Physiologus» (2014–2017) am Institut für Neues Testament und später als Koordinator des Doktoratsprogramms Theologie (2017–2018). Zur Zeit arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im interdisziplinären Projekt der Theologischen Fakultät und des Universitätsspitals Bern «Epilepsy and Subjective Spirituality» (2018–2019). Seit Herbst 2013 bin ich ausserdem als Pfarrer in der Johannes Hus-Gemeinde der Tschechen und Slowaken in der Schweiz in Zürich tätig und ab August 2018 auch als Pfarrverweser in der Kirchgemeinde Heimberg.

Im Juni 2018 wurde ich in der Kirchgemeinde Thun-Strättligen als Pfarrer mit Schwerpunkt Spiritualität gewählt und werde diese Stelle im Januar 2019 antreten.

Forschungsschwerpunkte:

  • Epilepsie und Spiritualität
  • Physiologus und das Neue Testament
  • Johannes und die Synoptiker
  • Intertextualität und Allegorie
  • Strukturale Analyse

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